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Da
müssen wir uns committen,
ob das outgesourced werden kann
Ein Anglizismus, sagt der Duden, ist eine
„Übertragung einer für das britische Englisch charakteristischen
Erscheinung auf eine nichtenglische Sprache im lexikanischen oder
syntaktischen Bereich, sowohl fälschlicherweise als auch bewusst
(z. B. jmdn. feuern = jmdn. Hinauswerfen; engl. to fire)“.
Ha! Dass ich nicht lache. Ein Anglizismus, sage ich, ist der Beweis
dafür, dass es mit dem Land der Dichter und Denker endgültig
abwärts geht. Kürzlich begab ich mich an das Grab Johann
Wolfgang von Goethes in Weimar, murmelte einige dieser schrecklichen
fremden Wörter und hörte, wie seine Gebeine tatsächlich
unter ständigen Drehungen klapperten. Das war total uncool,
weil ich mich dabei heavy erschrocken hatte, ahnungslos, so schnell
eine wissenschaftliche Bestätigung für meine Hypothese
zu bekommen. Zum Hintergrund dieses ungewöhnlichen Versuchs
sei gesagt, dass ich mein Brot in Kreisen kreativer Denklinge verdiene.
Ich bin - an dieser Stelle muss ich mich outen - einer, der im schmutzigen
Geschäft der Medien an kleinen Rädern dreht. So geschieht
es mir immer wieder, Meetings beiwohnen zu müssen, in denen
clevere Jungs clevere Geschäfte machen. Und da sind sie dann
zuhauf zu hören, die Anglizismen: Darüber müsse man
sich unbedingt noch committen. Ob damit gemeint sei, dass womöglich
die ganze Abteilung outgesourced werden müsse? Wenn’s
die verbleibende Manpower zulasse, schon. Schließlich habe
man Leanmanagement beschlossen und dabei müsse es auch bleiben.
Wo kämen wir da hin, solch abgespacede Dinge zuzulassen, da
müssten wir ja die interne Corporate Identity komplett in die
Tonne treten, du! Außerdem wäre es total easy, dieses
Agreement...

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